Bad Iburg - Erholung und attraktives Leben am Teutoburger Wald / Mittwoch, 24.05.2017

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Dorferneuerung Glane



Was ist Dorferneuerung?
Die Dorferneuerung in Niedersachsen liegt dem Dorferneuerungsprogramm des Landes zu Grunde. Nach der Aufnahme eines Dorfes in das Dorferneuerungsprogramm wird eine auf die speziellen Erfordernisse des Dorfes abgestellte Dorferneuerungsplanung durchgeführt. Dieser Planungsprozess dauert in der Regel mindestens ein Jahr. Nach Fertigstellung und Genehmigung des Dorferneuerungsplanes beginnt eine z. Z. etwa 7 Jahre dauernde Förderperiode, in der Fördermittel für öffentliche und private Dorferneuerungs-Maßnahmen beantragt werden können. In Glane wird die Dorferneuerungsplanung vom Ingenieurbüro Hans Tovar & Partner aus Osnabrück begleitet.

Was ist Aufgabe der Dorferneuerung?
Aufgabe der Dorferneuerung ist es, die ländlichen Siedlungen in Ihrer charakteristischen Vielfalt zu erhalten, neuen funktionalen Anforderungen anzupassen und in die Landschaft einzubinden. Es geht darum landwirtschaftliche und / oder ortsbildprägende Bausubstanz zu erhalten, den neuen funktionalen Anforderungen anzupassen oder einer neuen Nutzung zuzuführen, um so den dauerhaften Bestand sicherzustellen. Es geht darum die besondere Eigenart und Schönheit, die charakteristischen Merkmale und das spezielle Eigenleben des Dorfes zu erkennen, zu fördern und zu bewahren.


Das Dorferneuerungsgebiet:

Dorferneuerung Glane 2



Wie funktioniert Dorferneuerung?
Eine umfassende Dorferneuerungsplanung ist vor allem geprägt durch eine intensive Bürgerbeteiligung. Durch die umfangreiche Beteiligung und Einbindung der Betroffenen in den Planungsprozess wird ein hohes Maß an Identifikation und Nachhaltigkeit bewirkt.
Die Bürger wählen einen Arbeitskreis, der intensiv bei der Planung mitwirkt, sich mit den Bedürfnissen der Dorfgemeinschaft auseinandersetzt und die Dorferneuerung über den gesamten Zeitraum intensiv begleitet. Jeder interessierte Bürger kann an den öffentlichen Sitzungen des Arbeitskreises teilnehmen oder sich in den Arbeitskreis wählen lassen.
Die Dorferneuerungsplanung wird in Zusammenarbeit mit der Firma Ingenieurplanung und Vertretern des Fachdienstes Planen und Bauen der Stadt Bad Iburg erarbeitet. Dazu finden regelmäßige Arbeitskreissitzungen, üblicherweise alle 4 – 6 Wochen eine Sitzung, im Dorf selbst statt.
Nach Fertigstellung der Dorferneuerungsplanung wird der Plan durch das Amt für Landentwicklung im GLL (Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Landentwicklung) genehmigt und damit der Startschuss für die Förderung gegeben.

Was wird gefördert?
Gefördert werden können nach der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung“ (ZILE) neben der Dorferneuerungsplanung selbst und der gestalterischen, städtebaulichen und landschaftspflegerischen Betreuung auch Maßnahmen, wie :
- Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse sowie der Aufenthaltsqualität von Straße und Plätzen
- Abwehr von Hochwassergefahren im Ortsbereich sowie Renaturierung innerörtlicher Gewässer
- Kleinere Bau- und Erschließungsmaßnahmen zur Erhal-tung des ländlichen Charakters
- Erhaltung ortsbildprägender Bausubstanz
- Neu-, Aus- und Umbau von Gemeinschaftsanlagen
- Umnutzung land- und forstwirtschaftlicher sowie leerstehender ortsbildprägender Bausubstanz

Förderung öffentlicher Maßnahmen:
- Der Fördersatz beträgt bis zu 40% der zuwendungsfähigen Nettokosten.
- Eine Erhöhung um 10% ist möglich, wenn mit der Maßnahme auch die Ziele eines parallel laufenden Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK, Förderprogramm des Landes Niedersachsen) umgesetzt werden.
- Zusätzlich gewünschte Maßnahmen bedürfen der Anerkennung durch das AfL Osnabrück.

Kann ich von Dorferneuerung profitieren?
Jeder Bürger profitiert von der Dorferneuerung! Zum einen lassen sich positive Veränderungen im öffentlichen Freiraum ablesen, die das Dorfbild, die Aufenthaltsqualität und die Funktionalität der Bereiche verbessern. Es werden Maßnahmen und Veranstaltungen zur Verbesserung der Dorfgemeinschaft und der Integration von zugezogenen Bürgern durchgeführt oder die innerörtlichen Verkehrsverhältnisse verbessert.
Eigentümer von landwirtschaftlicher, ehemals landwirtschaftlicher oder ortsbildprägender Bausubstanz können darüber hinaus nicht rückzahlbare Fördermittel für Erhaltungs- oder Instandsetzungsmaßnahmen an der Außenhaut der Gebäude oder Umnutzung beantragen.

Förderung privater Maßnahmen:
- Der Fördersatz beträgt bis zu 25 % der zuwendungsfähigen Bruttokosten
- Eine Erhöhung um 5% ist möglich, wenn mit der Maßnahme auch die Ziele eines parallel laufenden Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes umgesetzt werden.
- Die Höchstförderung beträgt 25.000 € je Objekt. Mit Objekt können auch einzelne Teile einer Hofstelle gemeint sein, z.B. eine Scheune.
- Neu ist die Anteilsfinanzierung bei privaten Maßnahmen. Dies bedeutet, dass bei Abrechnung der Maßnahme die Zuwendung auf die tatsächlichen Kosten neu errechnet wird. Mehrkosten gehen jedoch weiterhin zu Lasten des Antragstellers.

Tipp: Wichtig ist, alle Anträge rechtzeitig zu stellen, damit die Fördermittel kontingiert werden können. Die Bewilligung der einzelnen Maßnahmen hängt nicht von dem Antragsdatum ab, sondern jede Maßnahme wird z.B. je nach Grad der Nachhaltigkeit auf einer Punkteskala bewertet.

Welche Maßnahmen können gefördert werden?
Grundsatz: Alles, was von außen sichtbar ist, also Erneuerung von Dächern, Fassaden, Fenstern, Toren und Türen. Statisch bedingte Arbeiten wie z.B. die Unterkonstruktion beim Dach oder die Wärmedämmung sind ebenfalls förderfähig. Aber auch Maßnahmen im Freibereich wie Hofbefestigungen, Einfriedungen und Begrünungsmaßnahmen werden gefördert.

Wichtig für die Realisierung der Förderung
- Im Vorfeld ist eine frühzeitige inhaltliche und zeitliche Abstimmung notwendig.
- Voraussetzung für die Förderung ist ein genehmigter DE-Plan (begründete Ausnahmen möglich).
- Der Antrag wird beim Amt für Landentwicklung Osnabrück über die Kommune gestellt.
- Die Mittel werden im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel bewilligt. Keine Maßnahme darf begonnen werden, bevor die Bewilligung des Amtes für Landentwicklung vorliegt! Ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn kann jedoch gestellt werden.

Nähere Informationen, was bei der Planung und Umsetzung privater Dorferneuerungsmaßnahmen zu beachten ist, gibt Ihnen das
Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen (Gestaltungshandbuch)
Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen (Gestaltungshandbuch) Gestaltungshandbuch
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Förderrichtlinie ZILE
Anlage zur Förderrichtlinie ZILE
Förderantrag


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